Software wird gerade neu gebaut: nicht nur schneller, sondern anders. Am 5. Februar 2026 setzte Greg Brockman (OpenAI) in einem X-Post den Ton, indem er von einer „step function improvement“ seit Dezember 2025 sprach und Agent-first-Workflows als neuen Standard einforderte – inklusive Warnung vor kulturellen Nebenwirkungen und „slop“ (niedrige Code-Qualität durch unkritisches Generieren).
Am selben Tag folgten zwei Releases, die den Wettbewerb sichtbar beschleunigen: Anthropic veröffentlichte Claude Opus 4.6 (u. a. mit sehr großem Kontextfenster und parallelen Agent-Teams). OpenAI legte mit GPT-5.3-Codex nach (schneller, steuerbar während der Ausführung, stärker auf Engineering-Workflows optimiert).
Die zentrale Botschaft für Unternehmen: Das ist keine Demo-Welle, sondern ein Produktivitäts- und Strukturwandel. Aber es ist auch keine „jeder kann jetzt alles bauen“-Story. Wer die Grundprinzipien nicht versteht, bekommt schneller Ergebnisse – aber nicht zwingend bessere.
Am selben Tag folgten zwei Releases, die den Wettbewerb sichtbar beschleunigen: Anthropic veröffentlichte Claude Opus 4.6 (u. a. mit sehr großem Kontextfenster und parallelen Agent-Teams). OpenAI legte mit GPT-5.3-Codex nach (schneller, steuerbar während der Ausführung, stärker auf Engineering-Workflows optimiert).
Die zentrale Botschaft für Unternehmen: Das ist keine Demo-Welle, sondern ein Produktivitäts- und Strukturwandel. Aber es ist auch keine „jeder kann jetzt alles bauen“-Story. Wer die Grundprinzipien nicht versteht, bekommt schneller Ergebnisse – aber nicht zwingend bessere.
Was „Agentic Coding“ wirklich bedeutet
Von Assistenz zu Ausführung: Planung, Umsetzung, Tests und Betrieb als Workflow
Agentic Coding beschreibt KI-Systeme, die nicht nur Code-Vorschläge liefern, sondern ganze Aufgabenketten autonom abarbeiten: Anforderungen strukturieren, Änderungen über mehrere Dateien planen, implementieren, testen, debuggen, Deployments vorbereiten – und dabei den Kontext des Systems berücksichtigen.
Der Unterschied zu „Copilot“-Denken ist entscheidend:
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Der Unterschied zu „Copilot“-Denken ist entscheidend:
- Assistenz: Mensch schreibt, KI ergänzt.
- Agent: Mensch definiert Ziel und Leitplanken, KI erledigt Schritte, Mensch steuert und nimmt ab.
- saubere Aufgabenbeschreibung (Prompts sind Arbeitsanweisungen, keine Wünsche)
- Review-Disziplin (Code, Tests, Sicherheitsaspekte)
- Grundverständnis für Architektur, Datenflüsse und Deployment
Claude Opus 4.6 vs. GPT-5.3-Codex: Was die Releases signalisieren
Leistungsfähigkeit steigt – aber Benchmarks ersetzen kein Engineering
Beide Modelle (Release: 5. Februar 2026) zeigen, wie schnell Agentic Workflows produktionsreif werden.
Claude Opus 4.6 (Anthropic):
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Claude Opus 4.6 (Anthropic):
- Sehr großes Kontextfenster (bis 1M Tokens) – relevant für große Codebasen, Spezifikationen und Logs
- Hohe Ausgabe-Limits (u. a. 128K Output) – relevant für umfangreiche Refactorings
- „Agent Teams“ für parallele Arbeitspakete
- Benchmarks (kommuniziert): 80,8% SWE-Bench Verified, 65,4% Terminal-Bench 2.0, 62,7% SWE-Bench Pro
- Stärkerer Fokus auf Engineering-Workflows und Steuerbarkeit während der Ausführung
- Ca. 25% schneller und token-effizienter (kommuniziert)
- Benchmarks (kommuniziert): ca. 56,8–57% SWE-Bench Pro, 77,3% Terminal-Bench 2.0
Warum Q4 2025 der Sprung von „besser“ zu „transformativ“ war
Benchmarks, Kontext, Agent-Fokus und Kosten: plötzlich in Kombination
Ende 2025 kamen mehrere Entwicklungen zusammen, die Agentic Coding vom Experiment zur echten Option für Unternehmen gemacht haben:
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- Messbare Sprünge in gängigen Coding-Benchmarks (insbesondere bei „Verified“-Setups) – statt nur marginaler Verbesserungen.
- Mehr Kontext: Modelle können größere Codebasen, Spezifikationen und Fehlerlogs am Stück verarbeiten.
- Agentic Features: Aufgaben werden als Sequenzen geplant und abgearbeitet, nicht nur als einzelne Code-Snippets.
- Kosten & Geschwindigkeit: bessere Preis/Leistung macht breitere Nutzung im Alltag realistisch.
Warum CEOs das jetzt verstehen müssen
Geschwindigkeit, Kosten, Wettbewerb – und neue Risiken im Betrieb
Agentic Coding betrifft Strategie, nicht nur IT. Drei Gründe, warum Entscheider jetzt ein klares Bild brauchen:
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- Time-to-Value: Features, Prototypen und interne Tools entstehen schneller – kleine Teams können mehr liefern.
- Rollen verändern sich: Entwickler werden stärker zu „Captains“ (Steuerung, Review, Architektur), weniger zu reinen Implementierern.
- Risikoprofil verschiebt sich: Security, Compliance, Lizenzfragen, Datenabfluss und „slop“-Code werden zu Management-Themen.
Realismus statt Mythos: Warum „jeder kann jetzt Software bauen“ nicht stimmt
Niedrigere Hürden – aber nicht null Hürden
Die verbreitete Erzählung „jetzt kann jede Person komplexe Software bauen“ ist in der Praxis zu grob. Ja: Einfache Apps, Skripte, Automationen oder kleine Tools sind viel zugänglicher geworden – besonders für semi-technische Nutzer.
Aber komplexe Systeme scheitern weiterhin oft an Grundlagen, die KI nicht automatisch ersetzt:
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Aber komplexe Systeme scheitern weiterhin oft an Grundlagen, die KI nicht automatisch ersetzt:
- saubere Anforderungen und Prioritäten
- Datenmodell und Schnittstellenverständnis
- Fehlersuche (Debugging ist Denken, nicht nur Output)
- Deployment, Monitoring, Kostenkontrolle
- Sicherheits- und Berechtigungskonzepte
Chancen, Risiken und was als Nächstes kommt
Mehr Innovation – aber nur mit Leitplanken
Chancen:
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- schnellere Produktzyklen und bessere interne Tools
- Automatisierung von Wartung, Refactoring und Test-Erstellung
- mehr Software für Nischenprozesse, die bisher „zu teuer“ waren
- „slop“: funktionierender, aber fragiler Code ohne Robustheit
- Security- und Compliance-Lücken durch unkritische Übernahme
- Vendor-Abhängigkeiten und unklare Verantwortlichkeiten
Konkrete nächste Schritte für Ihr Unternehmen
Pragmatisch starten – strukturiert skalieren
- 1. Pilot definieren: Ein klar abgegrenzter Use Case (z. B. internes Tool, Reporting-Automation, Testgenerierung).
- 2. Leitplanken setzen: Code-Review, Security-Checks, Logging, klare „Done“-Kriterien.
- 3. Rollen klären: Wer steuert den Agenten? Wer nimmt ab? Wer verantwortet Betrieb?
- 4. Skills aufbauen: Prompting als Arbeitsanweisung, Architektur-Basics, Debugging-Methodik.
- 5. Messen: Time-to-merge, Fehlerraten, Incident-Kosten, Wartbarkeit.